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Firmengeschichte

Bilderrahmen Bergmann Graz Einrahmerwerkstatt

Bildereinrahmung 3.0 – eine Firmengeschichte

Gegründet wurde die Firma Bergmann 2003.

Damals übernahm mein Vater Friedrich Bergmann das Geschäft in der Sparbersbachgasse vom Vorgänger Firma Glas Meisl, und wurde als Glaserei Bergmann weitergeführt. Eine Glaserei blieb es die nächsten 12 Jahre. Dabei sollte sich aber einiges ändern.

Doch zunächst ein Sprung in die Vergangenheit: Bereits in den 90-er Jahren war der Standort das Rahmenzentrum der Firma Meisl. Als mein Vater 1992 als Branchenfremder die Leitung der Filiale übernahm, setzte er sich zum ersten Mal mit der Bildereinrahmung auseinander. Schon bald war klar, dass ihn die Einrahmung interessierte. So begann er sich in Seminaren und Workshops, die von Seite der Lieferanten angeboten wurden, ein stetig wachsendes Wissen und handwerkliches Können anzueignen. Unter seiner Leitung wurden in diesen Jahren diverse professionelle Maschinen für die Rahmenfertigung angeschafft. Dank der Kontakte der Firma Nöttling wurden unter der Leitung von Vivian Kistler vom amerikanischen Fachverband in Österreich erstmals Kurse zum Thema konservierende Einrahmung abgehalten.

Zum Zeitpunkt der Firmen-Übernahme im Jahr 2003 machte die Bildereinrahmung rund 30% vom Gesamtumsatz aus. Bis Ende 2012 sollte sich der Anteil auf 50% steigern.

Die konservierende Einrahmung nach den Standards des damals neu in Leben gerufenen österreichischen Einrahmer-Verbandes wurde fortan in der Firma Bergmann umgesetzt. Dabei erfolgte auch eine systematische Umstellung der verwendeten Materialien, insbesondere der Klebebänder, der Passepartoutkartons sowie der Rückwände und des Glases. Alles zum Schutz der Bilder.

Als ich Mitte 2003 neben meinem Architekturstudium im Geschäft die Bildereinrahmung lernte, wurde ich von Anfang an in der konservierenden Einrahmung ausgebildet. Auch ich besuchte fortan Seminare bei den Firmen Wohlleb und Plank und konnte 2005 ein Praktikum bei der Firma Nöttling in Wels absolvieren. Dort durfte ich u.a. auch bei der Leistenproduktion dabei sein.

2003 begannen auch die Ausstellungen mit Künstlern in der neu eingerichteten hauseigenen Galerie. Die erste Ausstellung und zur Probe erfolgte mit Charley Bergmann, meinem Onkel. In den kommenden Jahren sollten viele mehr oder weniger namhafte Künstler folgen: Ricki Metz, Adolf Osterider und Heide Stibor-Osterider, Artur Redhead, Edltrud-Ulbl-Taschner, Michael Raimann, Beate Landen, Angelika Flois etc. um hier nur einige zu nennen.

Mit der Arbeit in der Einrahmung und der Galerie erfolgte auch die Beschäftigung mit der Kunst. So inskripierte ich neben meinem Architekturstudium am Institut für Kunstgeschichte und absolvierte einen großen Teil meiner freien Wahlfächer an der Fakultät der Geisteswissenschaften der Uni-Graz.

Nach dem Bandscheibenvorfall meines Vaters 2011 konnte ich für einige Wochen interimistisch gemeinsam mit meiner Mutter die Firma leiten, und bekam schon einen kleinen Vorgeschmack. Im späten Frühjahr 2012 wurde absehbar, dass die Firma mit Ende des Jahres an die nächste Generation übergeben werden sollte. Doch bis dahin war es noch ein langer Weg! Den Sommer nutzte ich, um bei Prof. A. Osterider im Atelier meine künstlerischen Talente zu entwickeln. Nach einer Überprüfung seinerseits bekam ich die Ehre zumindest kurzweilig seine Schülerin zu sein. Zitat A. Osterider: „Zuerst muss ich dich prüfen, ob du überhaupt Talent hast. Weil, mit jedem arbeite ich nicht!“ Diese Prüfung bestand ich. Am Ende des Sommers gestand er mir mit gehobenem Zeigefinger: „Nicole, wenn’s mit der Einrahmung nicht klappt, als Künstlerin hast du Talent und könntest Karriere machen. Aber nur unter der Voraussetzung, dass du fleißig bist und jeden Tag hart arbeitest. Denn Künstler zu sein ist ein Beruf, und ein Künstler arbeitet nicht nur wenn ihn die Muse küsst!“ So entstand in diesen Tagen im Atelier eine herzliche Freundschaft zu Prof. Osterider und seiner Frau Heide, die bis heute anhält.

Zeitgleich begann ich mir in einem Unternehmenscoaching über meine Vorstellungen und Visionen für die Zukunft klar zu werden. Mit Hilfe der Beratung der WKO im Rahmen des Projektes „Follow me“ sowie meinen Eltern, meinem Steuerberater und meiner Bankbetreuerin, wurde der Betrieb erfolgreich mit 1.1.2013 übergeben. Damit wurde ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufgeschlagen. Ein neues Logo und eine neue Homepage mussten her, denn für mich war klar, die Glaserei ist ein Auslaufmodell. Ich hatte den Ehrgeiz zu 100% einzurahmen. Es sollte jedoch einige Jahre dauern, bis das möglich war. Meine Geduld stand auf dem Prüfstand. Um ehrlich zu sein, ich stand vor vielen Herausforderungen. Der Betrieb war kaum rentabel. Es folgten eine Reihe von Maßnahmen, um den Betrieb wirtschaftlich zu optimieren. 2016 konnte ich die Glaserei endlich auslaufen lassen. Doch zu Jahresbeginn 2017 stand fest: Der Standort in der Sparbersbachgasse war zu groß und zu teuer. Das würde sich nie rechnen. Ein neuer Standort musste her. Ein Atelierbetrieb sollte es sein. Ein Ort mit Tradition und kreativem Umfeld. So landete Bilderrahmen Bergmann im Sommer 2017 in der Dreihackengasse 1, dem ehemaligen Dominikanerkloster. Das nächste Kapitel konnte beginnen.

Alter Firmenstandort

Bilderrahmen Bergmann Graz – Standort Sparbersbachgasse

Bilderrahmen Bergmann - Geschäft am alten Standort

Bilderrahmen Bergmann Graz – Schauraum und Galerie in der Sparbersbachgasse

Werkstatt am alten Standort

Bilderrahmen Bergmann Graz – Werkstatt in der Sparbersbachgasse

Bilderrahmen Bergmann Graz - neuer Standort im ehemaligen Dominikanerkloster Graz

Bilderrahmen Bergmann Graz – neuer Standort Dreihackengasse 1

Bilderrahmen Bergmann - Dreihackengasse 1

Bilderrahmen Bergmann – Vorplatz Dreihackengasse

Tiefgarage Dreihackengasse

Parkmöglichkeit in der Garage Dreihackengasse

Bilderrahmen Bergmann - Eingang im Kreuzgang

Bilderrahmen Bergmann Graz – Kreuzgang im ehemaligen Dominikanerkloster

Bilderrahmen Bergmann Graz - Innenhof im ehemaligen Dominikanerkloster Graz

Bilderrahmen Bergmann Graz – Innenhof Dreihackengasse 1