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Konservierende Einrahmung

Befestigung

Konservierende oder konservatorische Einrahmung

Unter einer konservierenden oder konservatorischen Einrahmung versteht man eine Bildereinrahmung unter Einhaltung professioneller Einrahmungsstandards zum Schutz des Bildes. Dazu zählt die Verwendung säurefreier und alterungsbeständiger Materialien insbesondere Museumskarton für Passpartouts, Rückwände, Klebstoffe und -Bänder, Bilderglas mit mindestens 90% UV-Schutz (Museumsglas) sowie geeignete Techniken der Bildmontage.

Dem Passepartout sowie den Klebstoffen dürfen auch nach Jahren keine Säuren entweichen. Säuren verursachen zunächste Verfärbungen und können langfristig zu Schäden führen, die nicht mehr umkehrbar sind. Säurehältige Kartons erkennt man an einer gelbichen bis bräunlichen Verfärbung der Schnittkante. Papierarbeiten, die mit säurehältigen Passepartouts und / oder Rückwänden gerahmt sind können über mehrere Jahre braune Flecken sogenannte Stockflecken bekommen. Stockflecken werden von Bakterien verursacht, die das Papier zersetzen und sehr gut in einer sauren Umgebung arbeiten. Originale sowie Erinnerungsstücke mit hohem ideelem Wert sollten konservierend gerahmt werden.

Die konservierende Einrahmung ist ein verhältnismäßig junges Fachgebiet, das erst seit wenigen Jahren Anwendung findet, da diese eng mit der modernen Materialforschung verknüpft ist. Daher sollten auch Originale, deren Einrahmung schon etwas älter ist auf den neuesten konservatorischen Stand gebracht werden.